Teil 11: Queenstown

Feb 022010

Auf Etappe nach Queenstown.

07:42 Uhr

Wie angekündigt, verlassen wir Haast heute sehr frühzeitig. Das hat den Vorteil, daß noch kaum Verkehr auf den Straßen ist. Allerdings fahren wir auch gegen die aufgehende Sonne und halten gleich nach 17km an der Tankstelle an: Tanken und Scheibeputzen ist angesagt.

Unsere Fahrt führt uns ins 224km entfernte Queenstown. In den letzten Tagen haben wir viel über diese Stadt gelesen und die Erwartungen stehen hoch. Auf dem Weg dahin passieren wir nach 71km den mit 594m nicht ganz so hohen Haast-Paß. Landschaftlich unspektakulär, hat es mit diesem doch eine besondere Bewandnis. Er bildet die Wasser- und Wetterscheide der Region und trennt die regenreiche Westküste vom trockenen Hinterland der Southern Alps (Südlichen Alpen).

Von jetzt an fließen alle Wildwasserströme (Makarora River, Hunter River, Shotover River …) und Gebirgsbäche des Fjordlandes in südöstlicher Richtung. Sie speißen die großen Seen (Lake Wanaka, Lake Hawea, Lake Wakapitu …), aus denen wiederum einige der längsten Flüsse Neuseelands entspringen.

Ab Wanaka bieten sich uns zwei Alternativen an: 97km über den State Highway 6 oder 51km über den State Highway 89. Wir wählen die kürzere weil auch interessantere Strecke.

Interessant wird diese vor allem auf den letzten 20km. Hat sich die Straße vorher in einigen Kurven das Tal hochgezogen, bietet sich auf der Paßhöhe ein anderes Bild.

Zunächst noch sacht, als wollte das Land den Eindringling erst zart an das Bevorstehende gewöhnen, führt der Weg nach unten. Die Kurven sind mäßig. Nach der nächsten Kuppe dann die Schußfahrt: Eine 225-Grad-Serpentine folgt der nächsten und das schier endlos. Zudem geht es neben Jenny dermaßen steil abwärts, daß sie sich garnicht hinsehen traut.

Noch was für die Statistik: Auf den 224km heute haben wir insgesamt 239 überfahrene Kleintiere auf der Straße gesehen. Das sind 1,07 tote Viecher pro Straßenkilometer. Respekt, Respekt.

Feb 022010

Queenstown – Actiontown.

11:39 Uhr

Kurz vor Mittag kommen wir in dieser schönen Stadt an. Im Jahre 1856 ließ sich zum ersten Mal ein Weißer im sonst nur von Maori besiedelten Gebiet um den Wakatipu-See nieder. Vier Jahre später kamen die Pioneere “Rees” und der Russe “Tunzelmann” um nach günstigem Land für die Schafzucht Ausschau zu halten.

Dann jedoch überrollte der Goldrausch die ersten zaghaften Versuche einer landwirtschaftlichen Nutzung der Region. Als das Fieber vorbei und die Zeiten wieder ruhiger wurden, entwickelte sich erneut eine kleine Ortschaft mit bescheidener Ausdehnung. Um 1900 hatte diese noch nicht einmal 200 Einwohner.

Schließlich brachte der Tourismus den lange erwarteten Aufschnung. Dies liegt weniger an den wenigen Sehenswürdigkeiten der Stadt als vielmehr an dem vielschichtigen Angebot an Ausflugsmöglichkeiten und dem breitgefährten Sportangebot. Nirgendwo in Neuseeland findet sich auf solch engem Raum eine solche Palette an Attraktionen. Bungee Jumping, Rafting auf oberirdischen und unterirdischen Flüssen, Kajak fahren, Ski laufen, Gletscherwandern … die Liste reist nicht ab.

Und so erleben wir die Stadt auch: Jung, um nicht zu sagen jugendlich. Von einer gewissen Geschäftigkeit geprägt, jedoch nicht hektisch oder laut wie andere Orte im internationalen Vergleich.

Auf dem Camping-Platz ergattern wir einen spitze Stellplatz: Direkt am Grill! Schließlich ist der Kühlschrank wegen der Pleite in Haast ja noch mehr als gut gefüllt. Dann gehen auch wir zur ersten Betätigung über aber das kommt gleich. Als wir zurückkehren, haben wir unseren Plan für die nächsten Tage bereits geändert. Ursprünglich wären wir am Mittwoch nach Ta Anau weiter gefahren um von dort aus mit dem Wohnmobil bis in den Milford Sound vorzustoßen. In Te Anau existiert aber außer dem Campingplatz und einem Wildpark nicht anderes.

Den Milford Sound können wir auch von hier aus erkunden und so verlängern wir unseren Aufenthalt gerne um weitere zwei Nächte. Am Freitag geht es dann weiter nach Invercargill, nur eben von hier aus und nicht von Te Anau aus. Weitere Bilder aus Queenstown werden eventuell noch folgen.

Doch jetzt zum Allerersten, was wir hier in Queenstown unternommen haben.

Feb 022010

Shotover River Jet.

13:00 Uhr

Bereits in den letzten Tagen haben wir und das vorgenommen und so stehen wir pünktlich um 13:00 Uhr am Bus der uns zur Basisstation von Shotover Jet bringt. Shotover Jet ist das einzige Unternehmen, das im Besitz einer Genehmigung ist, einen Teil des Shotover Canyons mit dem Jet Boot zu befahren.

Zwei Jet-Antriebe, insgesamt 500PS, mehr als 80km/h auf dem Wasser und so nah an den Felsen vorbei, daß deren Moos in der Nase juckt. So ein Teil will ich zu Hause auch! Genau so eins!

Morgen schauen wir uns den Milford Sound an.

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Dörflis, Unterfranken
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