Mobiles Internet für unterwegs – eigentlich eine gute Idee

Jan 062010

Wie halten wir unterwegs das Tagebuch aktuell?

13:00 Uhr

Schon die ganze Zeit überlegen wir, wie wir während unserer Reise das Tagebuch aktuell halten können. Auf einigen Camping-Plätzen gibt es sicherlich Internet aber ob das zuverlässig ist, wissen wir natürlich nicht.

Beim Stöbern im Netz stoße ich auf eine Anzeige der neuseeländischen Telekom: Ein USB-Stick mit Prepaid-SIM-Karte für mobiles Internet. Mit 3,6Mbps fast etwas lahm aber es gibt auch eine 7,2Mbps-Variante. Das ist so schnell, wie die mobile Verbindung meines Firmen-Laptops in Japan. Prima!

Der USB-Stick soll 199,00 NZD (New Zealand Dollar) kosten, das sind fast genau 100€. Dafür sind dann gleich 500MB als Startguthaben für den ersten Monat mit dabei. Einen Wermutstropfen hat das Ganze: Das nicht verbrauchte Kontingent verfällt zum Ende des Kalendermonats, also mit dem 31. Januar 2010. Für Februar müssen wir also die SIM-Karte mit einem zusätzlichen, kleinen Betrag aufladen.

Jan 202010

Hände weg vom mobilen Daten-Roaming.

16:32 Uhr

In Auckland im Hotel angekommen, legt sich Jenny kurz hin und ich gehe zwei Straßen weiter in den Telekom-Laden, den Surf-Stick besorgen. Auf dem Weg dahin sehe ich auch eine Anzeige von Vodafone. Dumm! Ich habe doch glatt vergessen, die Preise zu vergleichen, bzw. auch die jeweilige Netzabdeckung der unterschiedlichen Anbieter. Das lässt sich ja schnell nachholen, denke ich und aktiviere das Daten-Roaming für mein iPhone. So teuer kann das in den zwei Minuten, die das dauert, ja nicht werden.

Ich habe die Seite von Vodafone Neuseeland gerade mal eben angesurft, als ich eine SMS der heimischen Telekom erhalte: Mein Auslands-Datenroaming hat bereits Kosten in Höhe von 20€ verursacht! Bis ich das iPhone wieder im Zaum habe, sind in weniger als drei Minuten 41€ auf der Uhr. Man muß es von den Lebenden nehmen!

Also setze ich mein ursprüngliches Vorhaben fort und entere den Telekom-Shop. Der freundliche Mensch klärt mich auf, daß man zwar die schnelle Varienta mit 7,2Mbps anbietet, das dafür notwendige Netz wäre aber noch nicht verfügbar. Aha – erstmal anbieten, der Kunde merkt dann schon, wenn er verladen wurde. Gewisse Vergleiche zu heimischen Anbietern drängen sich auf.

Auf Anraten des fachkundigen Mitarbeiters nehme ich die langsamere 3,6Mbps-Variante für 50€ (gut, nur halb so schnell aber auch nur halb so teuer) und einen zusätzlichen 20-Dollar-Auflade-Gutschein für Februar.

Wieder im Hotel probiere ich die Sache aus und es klappt tadellos. Ich bin begeistert. Die Idee scheint sich auszuzahlen.

Jan 232010

Wo kein Netz ist, ist kein Netz – aus, basta!

17:29 Uhr

Fast, denn bei unserer Ankunft am Blue Lake nähe Rotorua stellen wir fest: Es gibt kein mobiles Telefonnetz. Tja, damit ist erstmal Ruhe im Karton.

Ab Taupo funktioniert es dann schließlich wieder.

Jan 302010

Und dann der Verbindungsabriß.

23:05 Uhr

Bis jetzt. Eben schmeißt mich die Kiste aus dem Internet. Eine neue Verbindung ist nicht aufzubauen. Das ist um so ärgerlicher, als auf der SIM-Karte noch mindestens 180MB Guthaben sind, die wir bis morgen um Mitternacht aufbrauchen müssen. Ab dem 01. Februar 2010 verfällt der Rest. Auch die Hotline der Telekom Neuseeland ist nicht erreichbar, ich komme nicht einmal mehr ins reguläre Mobiltelefonnetz. Also ab ins Bett.

Jan 312010

Erfahrungen mit der Hotline der Telekom Neuseeland.

19:00 Uhr

Von Greymouth aus rufe ich bei der Telekom an. Das mobile Internet geht immer noch nicht und auch mit der SIM-Karte in einem normalen Telefon kann ich weder Gespräche führen noch die Telekom anrufen und um Hilfe bitten. Also rufe ich von meinem iPhone über das Vodefone-Netzwerk bei der Telekom in Neuseeland an. Auf die Rechnung warte ich noch (Anmerkung vom 29. Mai 2010: Die Rechnung ist inzwischen da, den Betrag wollt Ihr ganz bestimmt nicht wissen!).

Die freundliche Dame am Telefon wird sich als die größte Blamage ihres Unternehmens erweisen. Ja, sie sieht, daß da noch erheblich Restguthaben auf meiner Karte ist. Da sie auch nicht weiß, warum es nicht funktioniert, verbindet sie mich mit der Technik. Ich möge bitte in der Leitung bleiben. Das tue ich, bis ich nach 12 Minuten aus der Warteschleife fliege. Genervt gebe ich erst mal auf.

Feb 042010

Dann endlich kompetente Hilfe.

11:21 Uhr

In Queenstown gibt es wieder mal einen Telekom-Laden. Ich packe den ganzen Grawitschko ein und laufe hin. Der hier erstmalig wirklich fachlich hervorragende Mitarbeiter, blamiert die Dame vom Sonntag bis aufs Blut: Am Samstag Abend ist das Netz der Telekom an der gesamten nördlichen Westküste komplett ausgefallen. Warum die Hotline-Dame das nach fast 21 Stunden immer noch nicht wußte, kann er sich nicht erklären.

Für diesen Totalausfall gibt es 10 Dollar Guthaben, einzulösen ab dem 01.03.2010. Vielen Dank – sind wir doch dann schon längst wieder zu Hause! Immerhin kann er mir erklären, wie ich die 20 Dollar auf die Karte laden kann. Zurück im Wohnmobil probiere ich das aus und scheitere an der Stelle, an der der Automat am anderen Ende der Leitung mich auffordert, meine Mobilikarten-Nummer einzugegen. Was der Automat da will, ist mir erstmal schleierhaft.

Ich versuche es mit der Telefonnummer der SIM-Karte, mit der PIN, mit allen auf der Verpackung aufgedruckten Nummern, ja schließlich mit der Ident-Nummer der SIM-Karte selbst – alles Fehlanzeige. Irgendwann gebe ich dann einfach die Nummer auf dem 20-Dollar-Kassenausdruck ein und – es klappt.

“Mobilkartennummer” – Ah ja! Nothing for ungood!!!

Mai 292010

Unser Fazit:

13:37 Uhr

In Summe hat sich das Ganze deutlich gelohnt und wir würden uns wieder so entscheiden.

Die Internet-Verbindungen auf den Camping-Plätzen sind teilweise sehr unzuverlässig. Trotz der Ankündigungen vielerorts, daß Internet auch an den Stellplätzen bzw. Zeltplätzen verfügbar ist, ist das reine Glückssache. Alternativ gibt es dann zwar einen Internet-Raum. Sich dort, meist zwischen Tischtennisplatten, Spielekonsolen, Raucherecken usw. niederzulassen und in Ruhe einen Reisebericht zu schreiben, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

P.S.: Falls jemand von Euch nach Neuseeland fährt: Ich hätte einen Surf-Stick abzugegen.

2 Antworten to “Mobiles Internet für unterwegs – eigentlich eine gute Idee”

  1. Christoph Fritz sagt:

    Lieber….?
    Ich fliege am 18-12-10 für 4 Wochen nach Neuseeland, Nordinsel und könnte deinen Stick gebrauchen.
    Wenn du ihn am Montag morgen per DPD, UPS nach Wien schicken könntest und der Preis interessant ist, machen wir den deal.

    Bitte gib mir Bescheid ob das Ok ist für dich.

    Vielen Dank und schöne Grüsse

    Christoph Fritz

  2. Uwe sagt:

    Hallo Christoph,

    ich habe Deine Nachricht leider erst heute gelesen.

    Erstmal viel Spaß in diesem tollen Land. Jenny und mir hat es super gut gefallen.

    Leider ist der Surfstick bereits weg. Du kannst Dir aber vor Ort problemlos einen besorgen und hast dann zusätzlich 500MB Datenguthaben dabei.

    Normalerweise haben die Ladengeschäfte der Mobilfunkanbieter die Teile zum Mitnehmen da.

    Schöne Grüße,
    guten Flug und vor allem
    ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010,

    Uwe.

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